Was ist eine SAP Model Company?

Eine SAP Model Company erleichtert und beschleunigt den Umstieg auf SAP S/4HANA. Welche Model Companies es gibt und welche Vorteile sie bieten – hier gibt es alle Informationen.

SAP Model Companies sind vorkonfigurierte und sofort verwendbare SAP S/4HANA Systeme mit End-to-End-Prozessen. Sie sind zugeschnitten auf eine bestimmte Industrie oder eine Line of Business (LoB). Die ausgewählten Prozesse basieren auf dem SAP-Best-Practice-Standard.

Was ist der Unterschied zwischen SAP Best Practices und SAP Model Companies?

Die SAP Best Practices bieten Prozesse für branchenübergreifende Basislösungen wie zum Beispiel Finance, Controlling oder Sales & Distribution.

Es handelt sich dabei um vorgefertigte, integrierte und sofort verfügbare Prozesse, mit denen sich grundlegende Anforderungen von Unternehmen erfüllen lassen. Die Best Practices sind kostenlos nutzbar.

Die SAP Model Companies decken dagegen spezielle Branchen- oder Geschäftsbereichsfunktionen und -prozesse ab. Eine Model Company beinhaltet also ausgewählte Best Practices, die zu einer bestimmten Branche passen.

Eine Model Company ist gebührenpflichtig, bietet aber eine tiefgreifendere Prozesssicht für bestimmte Industrien und LoBs (wie zum Beispiel Customer Experience oder Digital Supply Chain).

Zudem beinhaltet eine SAP Model Company – über die Best Practices hinaus – noch weitere Funktionen, zum Beispiel aus der SAP Analytics Cloud.

Welche SAP Model Companies gibt es?

SAP hat das gesamte Konzept zur Bereitstellung von vordefinierten Systemen im Jahr 2021 umgestellt.

Wenn ein Unternehmen die SAP-Model-Company-Inhalte für On-Premise-Lösungen und SAP S/4HANA Cloud Private Edition aktivieren und nutzen möchte, dann kann es dies weiterhin als Teil eines größeren SAP-Service-Engagements tun.

Dazu gehören die aus der Model Company bekannten branchenspezifischen und geschäftsfeldspezifischen Inhalte, die über die SAP Best Practices hinausgehen.

Dementsprechend existieren Model Companies in den Bereichen Energieversorgung oder Supply Chain, während andere spezifische Bereiche für Cloud-Produkte wie zum Beispiel SuccessFactors direkt in den Best-Practice-Standard überführt wurden.

Über die Cloud Appliance Library können Unternehmen nach wie vor auf alle vordefinierten Lösungen zugreifen.

Welche Vorteile bringen die Lösungen der SAP Cloud Appliance Library?

Durch die SAP Cloud Appliance Library wird Unternehmen nicht nur eine vordefinierte Lösung im eigenen Cloud-Account bereitgestellt. Sie können zugleich auch sofort auf die neuesten Prozesse und Innovationen zugreifen.

Dies beschleunigt nicht nur das Onboarding und Training im Rahmen eines Einführungsprojektes, sondern auch die Analyse der Best-Practice-Prozesse im Rahmen der Prepare-Phase.

Sind die SAP Model Companies beim Umstieg auf die Cloud sinnvoll?

Basiert ein Projekt auf dem digitalen Kern von SAP S/4HANA, dann sind die SAP Model Companies mehr als sinnvoll. Dies ist unabhängig vom Deployment.

Die Prozesse in den vordefinierten Systemen vermitteln dem User einen guten Eindruck davon, welche Prozesse auf welche Weise im System abgebildet sind, wie das neue Bedienkonzept FIORI 3.0 aussieht und welche zusätzlichen SAP Solutions für das Kerngeschäft relevant sind.

Wie kann ich meine Prozesse auf Basis der SAP Model Company bewerten?

Die Prozessbewertung auf Basis einer Model Company ist denkbar einfach und kann anhand eines echten Systems strukturiert und praxisnah erfolgen.

Im Grunde kommen hier drei verschiedene Komponenten zusammen: die SAP Model Company als System, der Best Practice Explorer als Blaupause für Geschäftsprozesse und das branchen- oder unternehmensinterne Know-how der Prozessexperten.

Im Rahmen von Fit-Gap- oder Fit-to-Standard-Workshops können Unternehmen in einem System die einzelnen Prozesse durchgehen, analysieren und prüfen, wo es Abweichungen zum aktuellen System oder den Geschäftsprozessen gibt.

Die Klassifizierung der Abweichungen erfolgt im Anschluss an die Analyse. Dieses Vorgehen ist aus der SAP Activate Methode bekannt und kann durch die Model Company erheblich vereinfacht und transparenter abgewickelt werden.

Wie kann mich die Model Company bei der Einführung von SAP S/4HANA unterstützen?

Eines der Hauptprinzipien bei der Einführung von SAP S/4HANA ist die Reduzierung der Zeit bis zum Go-live – die Einführung soll also deutlich schneller gehen als dies bei früheren Implementierungen möglich war.

Diesen Aspekt versucht SAP mit dem Konzept der SAP Model Company durch die vordefinierten und zusammengestellten Prozesse für bestimmte Branchen und Industrien aufzugreifen und zu unterstützen.

Unternehmen können also Zeit sparen, indem sie auf einer branchenspezifischen Referenzarchitektur aufbauen und von modellierten Praxisprozessen ausgehen. Die Best Practice Prozesse sind bereits umfassend dokumentiert und jedes Scope-Item (Instanz eines Best-Practices-Prozesses) bringt einen Testfall „out oft the box“ mit.

Unternehmen können sich so darauf konzentrieren, welche Scope Items für das jeweilige Projekt relevant sind, ob die Standardprozesse zu den individuellen Anforderungen passen und was zu tun ist, wenn dies nicht der Fall ist.

Was ist ein Enterprise Management Layer? Und wie unterscheidet er sich von den Model Companies?

Der Enterprise Management Layer (EML) ist eine besondere Art der SAP Model Company. Es handelt sich um ein globales Template für SAP S/4HANA-Implementierungen für Kunden, die in mehreren Ländern tätig sind.

Das Template für SAP S/4HANA bietet – neben vorkonfigurierten End-to-End-Geschäftsprozessen in allen Anwendungsbereichen – auch Musterstammdaten und Druckformulare sowie eine detaillierte Dokumentation.

Der Schwerpunkt des EML liegt jedoch auf komplexen Buchhaltungs- und Berichterstattungsanforderungen. Mit diesen Anforderungen sind multinationale Unternehmen konfrontiert, weil sie sowohl konzerninterne als auch lokale Rechnungslegungsgrundsätze befolgen müssen.

Der Enterprise Management Layer für SAP S/4HANA ist – ähnlich wie die Model Company – ideal für den Greenfield-Ansatz, also die Neuimplementierung von SAP S/4HANA.

Darüber hinaus eignet sich der ELM auch als Referenzsystem für Neukunden oder für Kunden, die den Weg „zurück zum Standard“ wählen möchten.

Derzeit ist der Enterprise Management Layer für SAP S/4HANA, die Private Cloud Edition (servicebasierte Bereitstellung) und eine On-Premise-Bereitstellung (servicebasierte Bereitstellung) verfügbar.

Warum ist der Enterprise Management Layer einzigartig und warum ist er die beste Wahl für den Einstieg in SAP S/4HANA?

Der Enterprise Management Layer ist bestens geeignet für Unternehmen, die in verschiedenen Ländern aktiv sind. SAP Best Practices sind für SAP S/4HANA in 43 Ländern und 25 Sprachen verfügbar. Unternehmen können wählen, welche Länder sie benötigen und umgehend starten.

Eine SAP Model Company hingegen ist meist nur für ein Land konzipiert, zum Beispiel für Deutschland. Das bedeutet, dass die Konfiguration einzeln für jedes Land vorgenommen werden muss, was zusätzliche Kosten im Projekt verursacht.

Ein weiterer Vorteil des ELM ist, dass er sich sehr schnell einrichten lässt. Das bedeutet, dass ein Unternehmen die SAP-Best-Practices nicht einzeln aktivieren muss und somit die Mitarbeiter nicht darin schulen muss, wie dies zu tun ist.

Davon abgesehen, enthalten die SAP Best Practices standardmäßig keine unternehmensübergreifenden Prozesse. Die Umsetzung solcher Anforderungen führt im Rahmen von Projekten meist zu erheblichen Aufwänden.

Der Enterprise Management Layer bietet hier eine Musterlösung mit Scope Items für interne Prozesse zwischen zwei Ländern. Diese Scope Items können Unternehmen auf andere Länder übertragen.

Welchen Scope hat der Enterprise Management Layer?

Der Scope des Enterprise Management Layers erstreckt sich über alle Bereiche eines klassischen SAP S/4HANA Systems.

Mit dem EML werden standardmäßig rund 160 Scope Items aktiviert, die sich auf die Bereiche, Finance, Manufacturing, R&D/Engineering, Sales, Service, Sourcing and Procurement und Supply Chain verteilen. Durch die hohe Anzahl der Scope Items können Unternehmen also fast alle End-to-End-Prozesse auf Basis des EML abwickeln.

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Roland Frei, Managing Director GAMBIT Switzerland

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