SAP Business Technology Platform

Was ist die SAP Business Technology Platform? Lernen Sie die Lösung hier näher kennen und erfahren Sie, welche Möglichkeiten und Vorteile die SAP BTP bietet.

Definition: Was ist SAP BTP?

Die SAP Business Technology Platform ist eine Platform as a Service (PaaS) von SAP. Mit der Plattform können Anwendungen erstellt, integriert und verwaltet werden. Zudem lassen sich mit der SAP BTP Daten und Geschäftsprozesse verknüpfen und Erkenntnisse aus Daten gewinnen.

Seit wann gibt es die SAP Business Technology Platform?

Den Namen SAP Business Technology Platform gibt es seit Herbst 2019. Zuvor hieß die Lösung „Digital Platform“.

Mit der Umbenennung zu SAP BTP ging eine Erweiterung der Lösung einher – zum Beispiel mit Blick auf die Integration von Non-SAP-Anwendungen in Geschäftsprozesse.

Anfang 2021 gingen zudem die Services und Funktionen der SAP Cloud Platform auf die SAP BTP über. Den Markennamen und das Produkt SAP Cloud Platform hat SAP gelöscht.

Was sind die Kernbestandteile der SAP Business Technology Platform?

Die SAP Business Technology Platform besteht aus vier Kernbestandteilen:

  1. Datenbank- und Datenmanagementlösungen,
  2. Analyselösungen,
  3. Lösungen zur Anwendungsentwicklung und -integration und
  4. Lösungen für intelligente Technologien (z. B. Künstliche Intelligenz).

Diese Technologieportfolios beinhalten jeweils verschiedenste Produkte und Lösungen.

Welche Lösungen stehen mit der SAP BTP zur Verfügung?

Mit Hilfe der SAP Business Technology Platform können Unternehmen ihre digitale Transformation vorantreiben. SAP spricht hier von der Entwicklung hin zum „intelligenten Unternehmen“. Dazu stehen innerhalb von vier Kategorien zahlreiche Lösungen und Produkte der SAP zur Verfügung.

Mit den Datenbank- und Datenmanagementlösungen können Stammdaten verwaltet, Daten verknüpft, Datenredundanzen verringert und Daten bereitgestellt werden. Dazu gibt es zum Beispiel die folgenden Lösungen:

  • SAP HANA
  • SAP HANA Cloud
  • SAP Master Data Governance
  • SAP Data Intelligence
  • SAP IQ
  • SAP Adaptive Server Enterprise
  • SAP SQL Anywhere
  • SAP Data Services
  • und weitere

Mit den Analyselösungen der SAP BTP erhalten Unternehmen tiefere Einblicke in ihre Daten, Prozesse und Abläufe. So können sie bestimmte Situationen besser bewerten, Szenarien besser visualisieren und simulieren und die Planung optimieren. Konkret stehen dazu auf der SAP BTP die folgenden Lösungen bereit:

  • SAP Analytics Cloud für Business Intelligence (BI)
  • SAP Data Warehouse Cloud
  • SAP BusinessObjects BI
  • SAP Business Planning an Consolidation
  • SAP BW/4HANA
  • SAP-Crystal-Lösungen
  • und weitere

Die SAP BTP ermöglicht eine vereinfachte Anwendungsentwicklung und -integration. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Innovationen schneller umsetzen (Entwicklung in der Cloud). Unternehmen können zudem die Prozessautomatisierung verbessern und Anwendungen aus SAP- oder Non-SAP-Quellen anbinden. SAP stellt dazu zum Beispiel die folgenden Lösungen zur Verfügung:

  • SAP Extension Suite (Anwendungsentwicklung)
  • SAP Integration Suite (Anwendungsintegration)
  • SAP Process Orchestration (Anwendungsintegration)
  • und weitere

Die SAP BTP ist für Unternehmen auch der Zugang zu intelligenten Technologien wie künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen oder dem Internet of Things (IoT). Mit Hilfe dieser Technologien lassen sich zum Beispiel Prozesse verbessern und automatisieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Dazu können Unternehmen die folgenden Lösungen nutzen:

  • SAP Intelligent Robotic Process Automation
  • SAP Conversational AI
  • SAP Internet of Things
  • SAP Edge Services
  • und weitere

Welche Strategie verfolgt SAP mit der SAP Business Technology Platform?

Mit der SAP BTP möchte SAP eine einheitliche Technologieplattform für alle SAP-Anwendungen und die digitale Transformation schaffen. SAP spricht von der „Plattform für das intelligente Unternehmen“.

Dazu stellt SAP mit der SAP BTP eine Cloud-Umgebung „as a Service“ zur Verfügung – SAP kümmert sich also um die Verwaltung und Aktualisierung.

Die Plattform soll Unternehmen vor allem mehr Flexibilität und Agilität ermöglichen: durch schnelle und einfachere Erweiterungen über cloudbasierte Apps, durch eingebettete Analysen und durch den Zugang zu Technologien wie künstliche Intelligenz.

Die SAP BTP hilft Unternehmen auf diese Weise, Daten in Wertschöpfung umwandeln und damit einen stärkeren Nutzen aus ihnen ziehen zu können, Geschäftsprozesse End-to-End abzubilden und Anwendungen schneller und einfacher entwickeln und integrieren zu können.

Für wen eignet sich die SAP Business Technology Platform?

Die SAP BTP ist für alle Unternehmen geeignet, die schneller und flexibler werden möchten und einen Mehrwert aus ihren Daten ziehen wollen – unabhängig von Größe und Branche.

Die SAP Business Technology Platform ist dabei eine modular nutzbare Zusammenstellung von einzelnen Services und Lösungen. SAP- oder Non-SAP-Lösungen und Cloud-Services sind über API-Schnittstellen einfach in die Geschäftsprozesse integrierbar.

Die SAP BTP ist offen für verschiedenste Cloud-Infrastrukturanbieter. Sie kann auf einer beliebigen Hyperscaler-Cloud-Umgebung betrieben werden (Multicloud-Offenheit).

Die Plattform unterstützt ferner verschiedene Umgebungen und Programmiersprachen: zum Beispiel Open-Source-Lösungen wie Cloud Foundry und Kyma sowie die SAP-Programmiersprache ABAP. Außerdem steht sie für verschiedene Regionen zur Verfügung.

Ist für die Nutzung der SAP BTP ein SAP S/4HANA-System Voraussetzung?

Nein, SAP S/4HANA ist keine Voraussetzung, um die SAP BTP nutzen zu können.

Der Vorteil der SAP BTP ist, dass die zahlreichen verfügbaren Services und Erweiterungsmöglichkeiten über die Cloud genutzt werden können, obwohl zum Beispiel in einem Unternehmen noch ein klassisches On-Premise-SAP-ECC-System in Betrieb ist.

Die Entwicklung und Anbindung neuer oder bestehender Lösungen ist dabei mit Hilfe der Cloud-Plattform und über zeitgemäße Schnittstellen einfacher und schneller umsetzbar als dies früher möglich gewesen wäre.

Und keine Entwicklung geht verloren: Nach dem Umstieg auf SAP S/4HANA bleiben alle auf der SAP BTP entwickelten Anwendungen erhalten. Unternehmen können sie über die Cloud uneingeschränkt weiter nutzen.

Was ist der Unterschied zwischen der SAP Digital Platform, der SAP Cloud Platform und der SAP Business Technology Plattform?

  • Die einzige heute noch bestehende Lösung ist die SAP Business Technology Plattform – sie ersetzt bisherige Angebote und Produkte im Umfeld der Cloud.
  • Die SAP Digital Platform war bis Herbst 2019 der Vorläufer der SAP Business Technology Plattform.
  • Die bisher parallel zu SAP BTP bestehende SAP Cloud Platform wurde als Produkt und Marke Anfang 2021 eingestellt – die Services gingen auf die SAP BTP über.

Wie lassen sich interne Anwendungen und externe Systeme mit Hilfe der SAP Business Technology Platform integrieren?

Über die SAP BTP steht Unternehmen für die Integration von Anwendungen, Daten und Prozessen die SAP Integration Suite zur Verfügung – eine Integration Platform as a Service (iPaaS).

Mit Hilfe der SAP Integration Suite lassen sich Anwendungen und Daten aus SAP- und Non-SAP-Systemen nahtlos an das genutzte ERP-System anbinden.

Durch bereits vorkonfigurierte Abläufe und Konnektoren ist die Anbindung dabei schneller und einfacher möglich als dies bisher möglich war – und unabhängig davon, ob eine On-Premise-, Cloud- oder Hybrid-Landschaft genutzt wird. Die Pflege und Verwaltung der vorkonfigurierten Abläufe und APIs übernimmt SAP.

Wie harmoniert die SAP Business Technology Platform mit Nicht-SAP-Apps?

Über die SAP Business Technology Platform und die SAP Integration Suite lassen sich sowohl SAP-Anwendungen als auch Non-SAP-Lösungen und -Datenquellen nahtlos an eine vorhandene Landschaft anbinden.

Es stehen dazu bereits mehr als 2.000 vorgefertigte Integrationslösungen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es mehrere Hundert offene Konnektoren, um Cloud-Anwendungen von Drittanbietern integrieren zu können.

Wie integriert sich die SAP Business Technology Platform in meine On-Premises-Systemlandschaft?

Die vorhandene On-Premise-Landschaft in einem Unternehmen kann mit Hilfe der SAP BTP erweitert werden.

Die klassische Implementierung einer neuen Lösung in eine vorhandene Landschaft ist häufig sehr aufwendig, kostet viel Geld kostet und erhöht die Komplexität. Die SAP BTP hingegen vereinfacht die Erweiterung durch cloudbasierte Apps und Anwendungen.

Die Applikationen werden über zeitgemäße Schnittstellen angebunden. So lassen sich neue Funktionen sehr viel schneller und einfacher als bisher integrieren und nutzen.

Mit welchen Programmiersprachen wird auf der SAP Business Technology Platform entwickelt?

Die SAP BTP unterstützt verschiedene Entwicklungsumgebungen: SAP Neo, SAP Cloud Foundry, Kyma und ABAP (innerhalb der Cloud-Foundry-Umgebung).

Die SAP Cloud Foundry (Open Source) erlaubt die Verwendung verschiedener Programmiersprachen, wie zum Beispiel Java, JavaScript, Node.js, Python sowie – nach dem Ansatz „Bring Your Own Language“ – die Nutzung jeder anderen Sprache. In der SAP-Neo-Umgebung können Entwickler mit HTML5, Java und SAP HANA XS arbeiten.

Inwiefern unterstützt die SAP Business Technology Platform die digitale Transformation im Unternehmen?

Die SAP Business Technology Platform unterstützt Unternehmen zum einen dabei, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Oft handelt es sich dabei heute um solche Geschäftsmodelle, bei denen ein neuer oder besserer Service für Kunden im Mittelpunkt steht.

Zum anderen schafft die SAP BTP die Möglichkeit, bestehende Prozesse und Angebote im Sinne der Kunden oder der Mitarbeitenden weiter zu vereinfachen, zu beschleunigen und zu personalisieren. Ein Beispiel dafür wäre SAP Concur, eine App für das Reise- und Ausgabenmanagement.

Unterstützt SAP Business Technology Platform mobile Geräte?

Ja. Cloudbasierte Apps können über die SAP Business Technology Platform entwickelt, bei einem Hyperscaler gehostet, mit der bestehenden Systemlandschaft verbunden – und dann auch mobil genutzt werden. Im App-Center der SAP stehen zudem bereits rund 1.800 SAP Mobile Apps zur Verfügung.

Welche kommerziellen Modelle stehen für die SAP BTP zur Wahl?

Für die SAP Business Technology Platform bietet SAP zwei kommerzielle Modelle an: ein verbrauchsabhängiges Modell und ein subskriptionsbasiertes kommerzielles Modell.

  • Das verbrauchsabhängige kommerzielle Modell eröffnet Unternehmen den Zugang zu allen aktuellen und künftigen Services, die für dieses Modell erhältlich sind. Unternehmen können dabei einzelne Services hinzunehmen oder abschalten und zwischen den Services wechseln. Das Modell steht in den beiden Varianten Cloud Platform Enterprise Agreement (CPEA) und Pay-As-You-Go für SAP BTP zur Verfügung.
  • Wenn sich ein Unternehmen für das subskriptionsbasierte kommerzielle Modell entscheidet, abonniert es nur die Services, die es nutzen möchte. Diese stehen dann zu einem festen Preis und für einen festen Zeitraum (in der Regel 1 bis 3 Jahre) zur Verfügung.

Welche Konten gibt für die SAP BTP?

Unternehmen können die SAP BTP über Accounts (Konten) verwalten. SAP unterscheidet Global Accounts (globales Konto), Subaccounts (Unterkonto) und Directories (Verzeichnis).

  • Ein Global Account steht für den Vertrag, den ein Unternehmen oder Partner mit SAP geschlossen hat. Dieses Konto enthält alle Berechtigungen für die Plattformressourcen und Services, fasst die entsprechenden Unterkonten zusammen und dient zur Verwaltung von Mitgliedern. SAP unterscheidet bei den globalen Konten noch zwischen kostenpflichtigen Unternehmenskonten und kostenlosen Testkonten. Testkonten können genutzt werden, um die Plattform kennenzulernen.
  • Subaccounts dienen der weiteren Gliederung und Strukturierung der globalen Konten. Je nach Anforderung kann ein Unternehmen Subaccounts anlegen, in denen zum Beispiel bestimmte Anwendungen bereitstehen. Die Unterkonten sind voneinander unabhängig. Global Accounts und Subaccounts sind zudem unabhängig von Benutzerkonten.
  • Mit den Directories können die Unterkonten organisiert und verwaltet werden – bis zu einer Tiefe von fünf Ebenen zwischen Global Account und niedrigster Verzeichnisebene. Sowohl Subaccounts als auch Verzeichnisse lassen sich in einem Verzeichnis zusammenfassen. Die Verwendung von Directories ist optional möglich.

Kann ich SAP Business Technology Platform kostenlos ausprobieren?

Zum Ausprobieren stellt SAP Unternehmen eine Testversion zur Verfügung – die SAP-BTP-Testversion.

Neukunden erhalten einen kostenfreien Zugang, um die SAP BTP testen und kennenlernen zu können. Dabei gilt das Prinzip Pay-as-You-Go: Die Kunden gehen keine Verpflichtung ein, können einzelne Dienste nutzen und die Nutzung auch wieder beenden, wann immer sie dies wünschen.

SAP-Bestandskunden mit einem vorhandenen Cloud Platform Enterprise Agreement (CPEA) oder Pay-As-You-Go-Vertrag können die SAP BTP und ihrer Services ebenfalls kostenlos nutzen und kennenlernen. Wenn sie sich für eine produktive Nutzung entscheiden, ist dies ohne große Umwege möglich.

Ist die SAP BTP nur ein Rebranding der SAP Cloud Platform?

Nein. Die Integrations- und Erweiterungsfunktionen der als Produkte und Marke eingestellten SAP Cloud Platform sind auf die SAP Business Technology Platform übergegangen.

Zusammen mit den Lösungen aus den Bereichen Datenbank- und Datenmanagement, Analysen und intelligente Technologien hat SAP mit der SAP BTP eine zentrale und einheitliche Plattform für alle SAP-Anwendungen geschaffen.

Welche Vorteile bietet die SAP Business Technology Platform zur Integration?

Mit der SAP Integration Suite (iPaaS) ermöglicht SAP die Integration von On-Premise- und Cloud-Anwendungen.

Daten, Prozesse und Anwendungen aus SAP- oder Non-SAP-Quellen lassen miteinander verbinden – ob nun in einer On-Premise-, Cloud- oder Hybrid-Landschaft.

Dank vorkonfigurierter Integrationsabläufe und Konnektoren kann die Integration dabei schneller umgesetzt werden als dies früher möglich war.

Zudem bietet die SAP Integration Suite die Möglichkeit, API-Schnittstellen zu entwerfen, zu veröffentlichen und zu verwalten – also ein umfassendes API-Management.

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Stefan Burghardt, Head of Connectivity + Development

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